Ausstellung: Vol. 9 in aller Offenheit

David Semper

Ausstellungsdauer: 6. Dezember 2014 bis 22. Februar 2015

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Eröffnung: Vol. 9 in aller Offenheit

David Semper

Eröffnung: 5. Dezember 2014

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Einladung zur Eröffnung am 5. Dezember 2014, 19 Uhr

Vol. 9
in aller Offenheit

David Semper

Das Magazin4 – Bregenzer Kunstverein lädt Sie und Ihre Freunde herzlich zu ›in aller Offenheit‹ ein. Das zweijährige Projekt ›six memos for the next …‹ endet mit einer Einzelausstellung des in Düsseldorf lebenden Künstlers David Semper. Seine überaus diskreten skulpturalen Interventionen sind seit Beginn des Projekts im Ausstellungsraum des Magazin4 präsent: Aufmerksame Besucher konnten zunächst ein ‚blühendes‘ Blau nahe einem Fenster im hinteren Raumbereich entdecken, ein in die Wand eingelassenes Stempelkissen; dann eine graue Graphitpostkarte im Dunkelraum einer Video-Installation und eine vom gebrauchten Dichtungsring einer Espressomaschine gefasste Alabasterscheibe auf der Wand im Treppenhaus; schließlich einige eigentümliche weiße Kreideflecken auf weißer Wand neben einem Fenster. Was sich zunächst als zarte Setzung zeigt, sind nachhaltige und überaus sinnliche Ereignisse im Raum. David Sempers Arbeiten zeichnen sich ebenso durch ihren prägnanten Raumbezug wie ihren sinnlichen Minimalismus aus, der vom Be­sucher Zeit und Aufmerksamkeit fordert. Für ›in aller Offenheit‹ wird er neue Arbeiten im und für den Ausstellungsraum entwickeln, die sich auf dessen Grundsubstanz zurückziehen, den Raum leeren und damit um so mehr für den Besucher öffnen. ›six memos for the next …‹ verabschiedet sich in aller Offenheit, aber mit einer entschiedenen Setzung.

Ausstellungseröffnung: 5. Dezember 2014 | 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 6. Dezember 2014 bis 22. Februar 2015

Eröffnung und Ausstelllung: Vol. 8 im Moment

Christian Andersson | Hans-Dirk Hotzel | Sanya Kantarovsky | Karl Kels | Christine Lederer | Meuser | Judith Schwinn | Diana Sirianni | Bernard Voïta | Akram Zaatari

Ausstellungsdauer: 6. September bis 23. November 2014

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Einladung zur Eröffnung am 5. September 2014, 19 Uhr

Vol. 8
im Moment

Christian Andersson | Hans-Dirk Hotzel | Sanya Kantarovsky | Karl Kels | Christine Lederer | Meuser | Judith Schwinn | Diana Sirianni | Bernard Voïta | Akram Zaatari

Das Magazin4 – Bregenzer Kunstverein lädt Sie und Ihre Freunde herzlich zu ›im Moment‹ ein. Die vorletzte Inszenierung im Rahmen des zweijährigen Projekts ›six memos for the next …‹ wird Fotografien, Malereien, Skulpturen, Installationen, ortsspezifische Interventionen, Video- und Filmarbeiten von zehn Künstlern in Bregenz zusammen führen. Anders als in der vorangegangenen Inszenierung ›in Halt‹, der es mit nur wenigen Werken von ‚nur‘ drei Künstlern um ein Innehalten als mögliche Grundlage für ein auch inhaltlich neues Handeln ging, konzentriert sich ›im Moment‹ auf ganz unterschiedliche Formen zeitlicher Zuspitzung: die Flüchtigkeit eines Augenblicks, die plötzliche Entladung angestauter Energien, eine überraschende Umdeutung von zuvor nur zu Bekanntem oder auch eine Verstörung, ausgelöst durch unvorhersehbare Ereignisse. Der Besucher wird ›im Moment‹ solchen und anderen Umschlagpunkten in durchaus schneller Folge und – im günstigsten Fall sogar – leichten Schrittes begegnen.
Im Zentrum des Eröffnungsabends stehen mehrere kurze Ge­spräche mit beteiligten Künstlerinnen. Den Auftakt aber macht der Experimentalfilm ›Flusspferde‹ des deutschen Filmemachers Karl Kels, den dieser im Wiener Zoo gedreht hat. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Ausstellungseröffnung: 5. September 2014 | 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 6. September bis 23. November 2014

Eröffnung und Ausstellung: Vol. 7 in Halt

Mirosław Bałka | Ana Torfs | Anja Utler

Ausstellungsdauer: 14. Juni bis 24. August 2014
Ausstellungseröffnung: 13. Juni 2014, 19 Uhr

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Einladung zur Eröffnung am 13. Juni 2014, 19 Uhr

Vol. 7
in Halt

Das Magazin4 – Bregenzer Kunstverein lädt Sie und Ihre Freunde herzlich zu ›in Halt‹ ein. Die Inszenierung mit Werken des polnischen Bildhauers Mirosław Bałka, der belgischen Konzept- und Medienkünstlerin Ana Torfs und der deutschen Autorin Anja Utler eröffnet eine abschließende Trilogie des zweijährigen Projekts ›six memos for the next …‹. Der Besucher wird Werken begegnen, die in je 
spezifischer Weise ein An- und Innehalten thematisieren bzw. provozieren. Braucht es heute diese Form eines Zur-Ruhe-
Kommens, eines Zeit-Gebens und -Nehmens überhaupt noch?
Wird die Qualität unseres Handelns mittlerweile nicht einzig noch über seine Geschwindigkeit bestimmt? Oder könnte sich nicht gerade im Innehalten eine neue Qualität der Dringlichkeit im Tun manifestieren?
Im Zentrum des Eröffnungsabends wird eine der außerge-wöhn-lichen Leseperformances von Anja Utler stehen, in der „ihre Texte auf uns [prasseln] wie schönste Störgeräusche, als Satzfetzen, Strophenfragmente, Zitatspuren, Wort-partikel“ (Susanne Mayer, DIE ZEIT). Künstlergespräche und Diskurse zu den einzelnen Arbeiten schließen sich an. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Die Ausstellung ›IN ZUKUNFT: Potenziale‹

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Eröffnung: IN ZUKUNFT: Potenziale

Ausstellungsdauer: 8. März bis 1. Juni 2014
Ausstellungseröffnung: 7. März 2014, 19 Uhr

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Das Magazin4 – Bregenzer Kunstverein lädt Sie und Ihre Freunde herzlich zu ›IN ZUKUNFT: Potenziale‹ ein. Die Präsentation mit Arbeiten von Johanna Billing, Franz Dodel, Matts Leiderstam, Jessica Stockholder und Freek Wambacq bringt eine Trilogie im Kontext des zweijährigen Projekts ›six memos for the next …‹ zum Abschluss, die im Herbst ver-
gangenen Jahres mit ›IN ARBEIT‹ begann und im Dezember mit ›IN GEDANKEN‹ weitergeführt wurde. Die aktuelle Inszenierung bewegt sich an den Rändern des Möglichen und fragt nach dessen Verhältnis zum Wirklichen. Sie fragt nach dem Potenzial des Kunstwerks ebenso wie nach den Potenzialen in den Zwischenräumen von Werk und  Betrachter. Im günstigsten Fall weckt sie ein Bewusstsein für das, was sich jenseits des real Wahrnehmbaren ereignen kann. ›IN ZUKUNFT: Potenziale‹ markiert damit und durchaus im Sinne Robert Musils eine Sehnsucht nach der Aktivierung eines ‚Möglichkeitssinns‘ – keine unwesentliche Grundlage für ein verändertes und veränderndes Handeln.
Fünf Werke treffen im Magazin4 aufeinander, ein weiteres lädt zu einer Reise um den Bodensee mit ca. zehn Stationen. Am Eröffnungsabend werden Franz Dodel, Matts Leiderstam und Freek Wambacq in Bregenz sein. Der Abend wird diverse Künstlergespräche und Diskurse sowie eine Lesung bieten.

Emese Benczúr | noch bis 23. Februar

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›Should I live to be a hundred – day by day, I think about the future 1998-2069‹

Das Magazin4 – Bregenzer Kunstverein zeigt im Rahmen des auf zwei Jahre angelegten Projekts ›six memos for the next …‹ und als Abschluss der Präsentationsfolge ›IN ARBEIT‹ die Rauminstallation ›Should I live to be a hundred – Day by day I think about the future‹ der ungarischen Künstlerin Emese Benczúr.  Benczúr hat diese prozessual angelegte Arbeit am 16. Dezember 1997 begonnen. Erster Ausstellungsort war die ›Manifesta2‹ in Luxemburg im Jahr 1998. Seit 1997 stickt  Benczúr täglich den Satz „I think about the future“  auf eine Rolle Textilband, das werkseitig mit der sich  ‚endlos‘  aneinander reihenden,  eingewebten Aufschrift „DAY BY DAY“  geliefert wird. Die Anzahl an Textilbändern, die Benczúr hat, reicht bei täglicher Weiterarbeit exakt bis zu ihrem hundersten Geburtstag.
Im Ausstellungsraum sieht der Besucher einerseits Wände mit streng seriell übereinander angebrachten Reihen der bestickten Textilbänder und andererseits die nachlässig auf einem niedrigen Podest abgelegten noch unbestickten Rollen sowie orangenen Garnrollen. Immer mehr Bänder werden bestickt an die Wand kommen, immer weniger Rollen unbearbeitet auf dem Podest liegen, so dass man den Verlauf der Zeit ablesen kann – eine zunächst rein quantitative Verschiebung zwischen Vergangenheit und Zukunft.
(Eine Leerstelle ergibt sich im Jahr 2001, in dem die Monate Januar bis September fehlen. Die in dieser Zeit bestickten Bänder befanden sich im Auto von Barnabás Bencsik, dem Direktor des Museum Ludwig in Budapest. Auto und damit auch Bänder wurden gestohlen.)
Während also der Besucher sich im Ausstellungsraum zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen einem Vormals-Gemachten und einem Noch-zu-Tuenden bewegt, dient die monotone Wiederholung ein und desselben, eben des täglichen Stickens des Satzes ›I think about the future‹, der Künstlerin selbst der Markierung einer absoluten Gegenwart. Die benötigte Zeit des Stickens selbst markiert für Benczúr dagegen einen Augenblick, der sich der allgemeinen Zeit enthebt. Und ganz ähnlich kann es dem Betrachter im Raum gehen, wenn er sein Selbst und sein Hier-und-Jetzt in Relation setzen muss zu dieser so  unspezifischen wie unspektakulären und zugleich endlosen Wiederholung des immer Gleichen.
Emese Benczúr hat im Januar ihre Arbeit im Magazin 4 installiert. Dem Werkcharakter der ruhigen Wiederholung folgend gab es keine gesonderte Eröffnung. Die Arbeit wurde aufgebaut, ist bis Ende Februar zu sehen und wird wieder rückgebaut. Auf diese Weise wird das stille Kontinuum als bestimmender Werkcharakter weiter unterstützt.

Für die Leihgabe der Arbeit gilt unser Dank dem Ludwig Múzeum, Budapest.

Emese Benczúr, 1969 geboren in Budapest. 1990-1996 Hungarian Academy of Fine Arts. Einzelausstellungen (u. a.): “Patterns needed for life – The changes render visible the foundation”, Moderna Museet (Stockholm, 1989); “It’s good, if you don’t see that you are working”, Ludwig Múzeum (Budapest, 1999); “I rest on my laurels”, Knoll Galerie (Wien, 2001); “The Golden Mean”, Museum het Domein (Sittard, Holland, 2004); “visible-invisible”, Csók István Képtár (Székesfehérvár, 2005). Gruppenausstellungen u. a. in Luxemburg, Schottland, Finnland, Holland, Spanien, New York; Teilnehmerin der 48. La Biennale di Venezia (Venedig, 1999)